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Was kostet ein Welpe?

Eine verantwortungsvolle Hundezucht erfordert einen hohen finanziellen und zeitintensiven Einsatz.

Schon im Vorfeld muss der Züchter bestimmte Voraussetzungen und Auflagen erfüllen. Es entstehen Kosten für die Zuchtzulassung der Hündin, Röntgen, Zuchtstättenabnahme, Tierarztkosten, Deckgebühr, Gebühren für die Wurfabnahme und die Ahnentafeln, artgerechte Ernährung, Entwurmungen, Impfen und die Aufzucht der Welpen.

Während der Aufzucht der Welpen sind Besuche der künftigen Welpenbesitzer erwünscht. So lernen die Welpen schon von Beginn an ihre künftigen Familien kennen und die Umgewöhnung in das neue zuhause ist dann nicht ganz so schwer.

Ein verantwortungsvoller Züchter hält auch nach der Welpenabgabe noch Kontakt zu den Welpenkäufern. Die Welpenkäufer können jederzeit Kontakt zum Züchter aufnehmen, wenn sie Fragen haben.

Ahnentafel

Weshalb eine Ahnentafel?

Die Ahnentafel soll wahrheitsgemäße Angaben erhalten, die weltweit anerkannt sind. Der einzige Schutz für Hundekäufer, dass die Ahnentafel auch echt ist besteht darin, dass die Ahnentafel mit den Emblemen des jeweiligen Landes (in Deutschland des VDH - Verband für das Deutsche Hundewesen, in der Schweiz die SKG - Schweizerische Kynologische  Gesellschaft und in Österreich des ÖKV - Östereichischer Kynologenverband) und der FCI - Fédération Cynologique Interntionale - versehen ist.

Das Siegel der FCI garantiert die Einhaltung der strengen Zuchtordnung, die Kontrolle der Zucht durch die entsprechenden Rassehundevereine (die wiederum im VDH Mitglied sind) und die Wurfabnahme durch einen besonders ausgebildeten Zuchtwart.

Hunde zum Sonderpreis?

Hunde zum Sonderpreis erfüllen alle diese Voraussetzungen nicht und besitzen keine Papiere eines anerkannten Zuchtverbandes.

Die Welpen stammen häufig von Hinterhof-Vermehrern oder aus dem Ausland. Es wird keine Rücksicht genommen auf die Gesundheit der Mutterhündin, die meist bei jeder Läufigkeit, d. h. zweimal im Jahr belegt wird. Das wirkt sich natürlich auch auf die Gesundheit der Welpen aus. Außerdem werden die Welpen meistens nicht sozialisiert. Oft haben die Welpen noch nie fremde Menschen zu Gesicht bekommen oder andere alltägliche Situationen (Haushaltsgeräusche, Kinderlärm, Auto fahren) kennengelernt. Die Welpen sind ängstlich und lassen sich nur ungern anfassen und werden später oft verhaltensgestört.

Bei der Verpaarung der Elterntiere wird in der Regel keinerlei Wert auf die Gesundheit, Wesensfestigkeit, Sozialisation oder andere züchterische Aspekte gelegt.

Die Welpen sind dann oft krank und die Tierarztkosten, die Ihnen entstehen, übersteigen  bei Weitem den Welpenpreis, den Sie bei einen zuverlässigen Züchter bezahlt hätten.

Verzichten Sie auf Mitleidskäufe, auch wenn es Ihnen schwer fällt. Für jeden Hund, der aus Mitleid gekauft wird, wird irgendwo in einer Ecke ein neuer "produziert" um neues Mitleid zu erwecken.


Vorsicht ist auch geboten, wenn die "Züchter" sagen, die Eltern seien reinrassig und können Ihnen aber nicht die Zuchtzulassung zeigen. Oft heißt es dann noch, es ist ja eine "Hobbyzucht" oder "Familienzucht". Welpen, deren Eltern keine anerkannte Zuchtzulassung haben gelten als nicht reinrassig. Leider werden hier teilweise auch schon Preise verlangt, die so hoch sind, wie für Welpen aus einer anerkannten Zucht. Ein SSV-Züchter wird gerne die Unterlagen über die Zuchtzulassung sowie die Ahnentafeln der Elterntiere, die Paarungsplanung und das Wurfprotokoll des Zuchtwartes zeigen bzw. Kopien davon zusammen mit dem Kaufvertrag aushändigen.

Weitere Informationen

Allgemeine Informationen über die Schweizer Sennenhunde und die Anforderungen an die Zucht im SSV finden Sie hier ->  Schweizer Sennenhund-Verein für Deutschland e. V. (SSV).

Mit Abschluss des Kaufvertrages verpflichtet sich der Käufer außerdem, den Hund im Alter von 12 bis 18 Monaten auf HD (Hüftgelenksdysplasie) und ED (Ellenbogendysplasie) bei einem erfahrenen Tierarzt röntgen zu lassen. Die hierfür benötigten Röntgenunterlagen befinden sich in der Welpenmappe. Die Kosten für das Röntgen sind vom Käufer selbst zu tragen.

Diese Untersuchung ist wichtig und auch für die weitere Zucht für uns notwendig. Mit dieser Untersuchung wird festgestellt, ob die Verpaarung gelungen ist. Außerdem soll es ja in 10, 20 oder mehr Jahren auch noch gesunde Appenzeller geben.

Die Untersuchungsergebnisse sind auch für Sie als Hundebesitzer wichtig. Damit wissen Sie, dass der Hund gesund und "normal belastbar" ist, z. B. im Hundesport, beim Wagenziehen oder Ähnliches.