Appenzellen-Sennerhunde.de

An meine neuen, lieben Menschen

Ich komme zu Euch um mein hoffentlich langes und gesundes Hundeleben zusammen mit Euch zu verbringen.

Ich wünsche mir sehr, ein guter Hund zu sein und Euch nur Freude zu machen. Jederzeit werde ich für Euch bereit sein, schenkt mir dafür bitte so viel Zeit und Zuwendung wie Ihr erübrigen könnt.

Als echter Appenzeller bin ich ein „Trieberli“ mit Leib und Seele, das Hüten liegt mir im Blut. Meine Großeltern, Tanten und Geschwister hüten teilweise noch die Rinder und Kühe auf der Alm, bellfreudig mit viel Ausdauer zeigen sie ihren Herden den Weg.

Auch belle ich schon mal gerne, wenn ich aufgeregt bin, wenn ich mich freue oder ich antworte Euch gern, wenn Ihr mit mir sprecht. Wenn Ihr mir aber von Anfang an sagt, wann ich bellen darf und wann ich wieder damit aufhören muss, werde ich mich sehr schnell danach richten. Bitte habt aber Nachsicht mit mir, wenn dennoch mal zur unrechten Zeit ein „Naturjodler“ entfleucht, ich habe nun mal viel Temperament.

Darum begrüße ich auch heimkehrende Hausbewohner gar recht stürmisch, ruhige Begrüßungsworte bei sanfter, aber konsequenter Abwehr des Anspringens werden das sehr schnell regulieren.

Bitte gestaltet mir meinen neuen Lebensabschnitt zu Anfang möglichst liebevoll. Als kleiner Welpe muss ich Zeit haben, mich in meiner neuen Umgebung umzuschauen, bevor ich mich sicher und geborgen fühlen kann.

Werde ich am Abend müde, dann begleitet mich mit 1 bis 2 Leckerlis zu meinem Hundebett, wo ich nach kurzer Zeit vom tiefen Welpenschlaf übermannt werde. So gewöhne ich mich am schnellsten an meinen vorgesehenen Schlafplatz.

Macht mich möglichst bald mit Eurer ganzen Familie, Euren Freunden und Bekannten vertraut. Denn wenn ich erst einmal ein erwachsener Appenzeller bin,

  • liebe ich alle Familienangehörigen,

  • freue ich mich über Eure Freunde,

  • bin freundlich zu Euren Bekannten,

  • aber Fremden gegenüber bin ich äußerst misstrauisch,

  • und kein Fremder soll es dann noch wagen, Euch irgendwie zu bedrohen.

Auch Reiter, Radfahrer und Jogger wollen sich an der Natur erfreuen. Darum haltet mich auf Spaziergängen zu Anfang bei Begegnungen mit diesen etwas unter Kontrolle, am Besten, indem Ihr mir kleine Aufgaben gebt: z. B. Bällchen holen, Zergeln am Strick oder Gummiring, Suchen von absichtlich verlorenen Spielsachen oder z. B. eine kleine Balance-Übung über einen liegenden Baumstamm.

Kontrolliert mir von Anfang an täglich einmal Ohren, Augen, Zähne und Pfoten. So gewöhne ich mich an diese Prozedur und lasse sie mir dann problemlos gefallen, wenn evtl. einmal eine Behandlung erforderlich sein sollte.

Abgesehen davon verstehe ich durch diese Zeremonie auch sehr gut, wer in der Rangordnung unserer „Familienrudels“ über mir steht und dann fällt es mir relativ leicht, mich zu fügen.

So werden wir harmonisch einen Weg zueinander finden und ich hoffe, ich werde für Euch zu dem braven, liebenswürdigen Haus- und Hofgenossen, den Ihr nie wieder missen wollt.